Einleitung

Der Mars, der 4. Planet unseres Sonnensystems, hat die Phantasie der Menschen schon seit Urzeiten angeregt. Er ist neben dem sonnennächsten Planeten, dem Merkur, der einzige Planet, dessen Oberfläche einer direkten Beobachtung zugänglich ist. Er ist außerdem neben der Erde selbst und neben der Venus, dem 2. Planeten des Sonnensystems, einer der Planeten, die im lebensermöglichenden Bereich unseres Systems liegen, d.h. weit genug von der Sonne entfernt, um nicht zu sehr der Strahlung unseres Muttergestirns ausgesetzt zu sein, andererseits aber auch nah genug, um erträgliche Temperaturen aufzuweisen, die ein dem Menschen bekanntes Leben überhaupt erst ermöglichen.

 

Mittlerweile hat sich erwiesen, daß im Falle der Venus diese günstige Lage kein entsprechendes Leben hervorgebracht hat. Der Planet ist aufgrund der Zusammensetzung seiner Atmosphäre einem gnadenlosen Treibhauseffekt ausgesetzt, der bei einem Atmosphärendruck von 90 bar auf der Oberfläche und einer Temperatur von 500° - 600° Celsius jegliche Hoffnung auf mögliches Leben erstickt. Venus ist eine unwirtliche Hitze- und Säurehölle, gänzlich ungeeignet, um dem Menschen in irgendeiner Form nützlich sein zu können. Nichtsdestotrotz sieht es auf der Venusoberfläche überraschend erdähnlich aus, wie die  Aufnahmen der russischen Verena-Sonden zeigten.

Beim Mars sieht das Ganze schon anders aus. Man findet eine Oberflächentemperatur von etwa -150° bis +20° Celsius, etwas kalt, aber immerhin. Darüberhinaus existiert eine dünne Atmosphäre von etwa 7-10 mbar an der Oberfläche, also etwa ein Faktor 100 weniger als auf der Erde. Der Mars hat aufgrund der Schrägstellung seiner Drehachse, ca. 25° gegenüber 23.5° bei der Erde, Jahreszeiten genauso wie die Erde, d.h. es gibt dort Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter. Ein Tag- und Nachtzyklus dauert auf ihm fast genau wie auf der Erde so etwas mehr als 24 Stunden. Wasser- und trockeneishaltige Polkappen sind vorhanden, die mit dem Wechsel der Jahreszeiten anwachsen und wieder kleiner werden. Also alles Bedingungen, wie sie auf der Erde Leben ermöglichen würden, d.h. es könnte wenigstens theoretisch flüssiges Wasser auf dem Mars existieren, eine Grundvoraussetzung für Leben, wie wir es kennen.

Diese Situation hat den Menschen schon immer gereizt, auf dem Mars neben grundsätzlichem wissenschaftlichem Forscherdrang nach Nachweisen für Leben zu suchen. Es scheint zumindest nach heutigem Wissensstand der einzige Planet im Sonnensystem zu sein, auf dem - neben der Erde natürlich - Leben zumindest theoretisch möglich sein könnte.

Mit den Mitteln der modernen Raumfahrt ist es mittlerweile gelungen, zumindest einige der Fragen zu beantworten, allerdings haben sich auch andere, neue Fragen aufgeworfen. Die Erforschung des Mars findet an vorderster Front des technisch Machbaren statt und ist ein, wie ich finde, faszinierendes Kapitel des menschlichen Forscherdrangs auf dem Weg in die Zukunft. Die Möglichkeiten der modernen Datenkommunikation zusammen mit dem Mitteilungsdrang der betroffenen Forscher haben es heutzutage für jedermann möglich gemacht, direkt online den neuesten Entwicklungen folgen zu können - quasi als ob man selbst dabei ist. Ich hoffe, mit diesen Seiten aufzeigen zu können, was alles machbar ist und gemacht wurde

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